
Ziele und Rahmenbedingungen
Seit dem Schuljahr 1996/97 ist Karate als Sportart im österreichweit
einzigartigen Spitzensportmodell
BORG für
Leistungssportler vertreten.
Ziel dieses Mo dells
ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, neben einer intensiven
Spitzensportausbildung einen Maturaabschluß zu erreichen.
Das BORG für Leistungssportler ist ein Oberstufenrealgymnasium, dessen
Dauer von 4 auf 5 Jahre verlängert worden ist, wodurch wesentlich
weniger Wochenstunden anfallen, sodaß für Training und Turniere
ausreichend Zeit zur Verfügung gestellt werden kann. Dreimal während der
Woche beginnt die Schule erst um 10 Uhr, um ein Vormittagstraining zu
ermöglichen. Durch ein hohes Angebot von Förderstunden können
Abwesenheiten von der Schule ausgeglichen werden. Für nähere
Informationen kann über
Landestrainer Prof. Mag. Ewald Roth die Broschüre "Kleines Handbuch
in lexikalischer Form" für das ORG für Leistungssportler angefordert
werden.
Für Schüler,
deren elterlicher Wohnsitz tägliche Fahrten von und zur Schule bzw.
Training nicht zuläßt, stehen im Heim "Kolping Olympia" 25 Plätze
zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt nach definitiver Aufnahme in die
Schule.
Diese Rahmenbedingungen bieten den BORG-Sportlern des
Oberösterreichischen Karate-Landesverbandes die Möglichkeit, in geradezu
idealer Abstimmung von Schule und Sport ein Training zu absolvieren, das
unter Bezugnahme auf den aktuellen Stand der sportwissenschaftlichen
Forschung und in Zusammenarbeit mit international führenden Experten die
langfristige Entwicklung der sportlichen Leistungsvoraussetzungen zum
Ziel hat. Neben der Schaffung einer soliden organischen und
funktionellen Basis für spätere Spitzenleistungen, spielt die
breitgefächerte sportartspezifische Ausbildung im
technisch-koordinativen Bereich die Hauptrolle in der Trainingsarbeit
von Landestrainer Mag. Ewald Roth.
Anforderungsprofil für die Aufnahme
1) S portliche
Anforderungen
Für die Aufnahme in das BORG für Leistungssportler Linz ist die
Zugehörigkeit zur bzw. der bevorstehende Anschluss an die
österreichische Spitze in der jeweiligen Sportart und der entsprechenden
Altersklasse Voraussetzung. Es müssen weiters die Perspektiven für
internationale Erfolge eindeutig gegeben sein. Die Zugehörigkeit zur
oberösterreichischen Spitze alleine genügt nicht. Die grundsätzliche
Nominierung erfolgt über den O.Ö. Karate-Landesverband im Einvernehmen
mit der Landessportorganisation.
2) Schulische Anforderungen
Aufgrund der hohen Belastung durch das umfangreiche Training genügt die
bloße Erfüllung der schulischen Voraussetzungen für die 9. Schulstufe
AHS meist nicht. Es ist eine ausreichende schulische Leistungsreserve
einzuplanen, um die Doppelbelastung Schule - Hochleistungstraining
bewältigen zu können. Über die endgültige Aufnahme entscheidet die
Schule.
3) Anforderungen an das Persönlichkeitsprofil
Es ist vom Aufnahmebewerber zu verlangen, dass er über die gesamte Dauer
des Schulbesuches ein Höchstmaß an persönlichem Einsatz in Bezug auf
Leistungsbereitschaft und Zeitaufwendung zeigt, um die vorgegebenen
sportlichen und schulischen Anforderungen erfüllen zu können.
Vorgangsweise für die Aufnahme
- Schritt 1: Anmeldung im BORG für Leistungssportler durch die
Eltern in den ersten beiden Schulwochen nach den Semesterferien
(mitzubringen sind Halbjahreszeugnis, Staatsbürgerschaftsnachweis und
Geburtsurkunde).
- Schritt 2: Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Schüler das
sogenannte "orange Aufnahmeprotokoll", das unmittelbar beim O.Ö.
Karate-Landesverband (LT Mag. Ewald Roth) abzugeben ist.
- Schritt 3: Der Landestrainer gibt eine fachliche Stellungnahme ab
und nimmt eine Reihung der Aufnahmewerber vor, die samt
Aufnahmeprotokollen durch den Landestrainer an die LSO weitergeleitet
wird.
- Schritt 4: Die Direktion scheidet parallel dazu jene
Aufnahmewerber aus, deren schulische Leistungsfähigkeit einen
erfolgreichen Abschluß des 1. Jahrganges nicht erwarten läßt.
- Schritt 5: Alle Aufnahmebewerber werden von der Schule zu einem
sportmotorischen und sportmedizinischen Eignungstest geladen.
- Schritt 6: Die Aufnahmekommission (Direktor = Vorsitzender, 1
Vertreter LSR, 1 Vertreter LSO, 1 Vertreter je Fachverband)
entscheidet schließlich über die Aufnahme. Dabei werden maximal 18
Jugendliche aus im Moment 12 Sparten aufgenommen, um eine optimale
Lernbetreuung zu gewährleisten.

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