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03. Mai 2008
Thomas Kaserer gewinnt EM-Bronze in Tallinn

Mit dem Gewinn der Bronze-Medaille in der Gewichtsklasse bis 65 kg sorgte Thomas Kaserer heute, Samstag, 03.05.2008, für eine Sensation bei der 43. Karate-Europameisterschaft in Tallinn.

Der erst 19-jährige Schüler des Linzer BORG für Leistungssportler, der erst im Februar mit dem Gewinn des Vize-Europameistertitels in der Juniorenklasse aufhorchen hatte lassen, übertraf damit bei seinem ersten Antreten in der allgemeinen Klasse die in ihn gesetzten Erwartungen und konnte sich auf Anhieb in der europäischen Spitze behaupten. "Er hat sensationell gekämpft", kommentiert Bundestrainer Mag. Ewald Roth die Leistung seines Schützlings, der auf seinem Weg zur Bronzemedaille nach einem Freilos zunächst den Tschechen Horvath mit 1:0 besiegte. Danach setzte er sich gegen den Israeli Davidov mit 3:0 durch, ehe er auf den italienischen Europameister Massa traf, der zuvor den griechischen Weltmeister Triantafyllis und den deutschen Junioren-Vizeweltmeister Bitsch ausgeschaltet hatte. In einem taktisch überaus klugen Kampf konnte Kaserer den Italiener mit 1:0 besiegen und traf im Semifinale auf den Franzosen Rolle, dem er sich mit 1:2 geschlagen geben mußte. Den darauf folgenden Kampf um die Bronzemedaille gegen den Ukrainer Horuna gewann Kaserer klar mit 4:0.

In der Gewichtsklasse bis 60 kg belegte Robert Glavas den 7. Platz.

Pech hatte das Kata-Team der Herren (Roland Breiteneder, Simon Klausberger, Thomas Kaserer) das trotz einer guten Leistung in der ersten Runde dem tschechischen Team mit 2:3 unterlag. Auch das Damen-Team (Corinna Glück, Eva Thajer, Johanna Thajer) scheiterte in der ersten Runde, ebenso Jean-Marc Mayer in der offenen Gewichtsklasse und Sonja Anderl in der Gewichtsklasse bis 53 kg.

Da Österreich an den morgen, Sonntag, stattfindenden Kumite-Teambewerben nicht teilnimmt, zieht Bundestrainer Roth nach 2 EM-Tagen ein überaus positives Resümee: "Wir sind mit einem kleinen, aber, wie man sieht, feinen Team hierher gekommen. Die Plazierungen zeigen, daß wir richtigen Entscheidungen getroffen haben und daß wir im Hinblick auf die WM im November in Tokio auf einem guten Weg sind." Die EM habe aber auch klar die noch bestehenden Defizite aufgezeigt und daran werde man, so Roth, bis November intensiv arbeiten.

 
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