Aktuelles

11. März 2011
Landesverbandstraining Kata im Budokan

Mehr als 50 Karateka aus 12 verschiedenen Vereinen trafen sich am Mittwoch abend zum monatlichen Kata-Spezialtraining im Welser Budokan unter Leitung von Sensei Mag. Ewald Roth.

Das Training begann mit intensivem Kihon, wobei der Sensei wieder besonders auf den Stellenwert des Hara hinwies. Ohne intensiven und konzentrierten Einsatz des Hara sind die Techniken im Karate do nur Bewegungsübungen, die keinerlei Wert im Sinn der Kampfkunst haben. Auch die Gewohnheit der immer ähnlichen oder gleichen Reihenfolge in der Ausführung trägt dazu bei, daß das Hara nur unvollständig eingesetzt und wenig beachtet wird. Daher muß der fortgeschrittene Karateka neben der höchsten Konzentration im Training auch die Reihefolge der Übungsausführung ändern, damit eben diese Gewohnheit nicht eintritt und der Wert der Übung steigt.
Im zweiten Teil des Trainings wurde zur Einstimmung gemeinsam die Kata Gojushiho Dai wiederholt, bevor der Sensei mit den Karateka die Kata Unsu erarbeitete. Unsu ("Wolkenhände") ist eine der am höchsten entwickelten Kata der Stilrichtung Shotokan und wahrscheinlich auch die schwierigste. Das liegt insbesondere an dem 360°-Sprung mit eingebautem Mikazuki tobi geri (Halbmondtritt im Sprung) und Ushiro tobi geri (Tritt im Sprung nach hinten) vor der Landung. Die Kata hat 68 Techniken und dauert etwa 90 Sekunden. Sensei Roth ist es wiederum gelungen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv in die Tiefen der Kampfkunst mitzunehmen - wir freuen uns schon auf die Fortsetzung beim nächsten Spezialtraining!

 
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