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12. Februar 2012
2 Medaillen für Österreich bei WM in Baku

Großer Jubel im österreichischen Karate-Team: Nach einem schwachen Auftakt mit zwei medaillenlosen Tagen rettete ein grandioser Schlußtag die Erfolgsbilanz der heimischen Karateka bei der Europameisterschaft der Kadetten, Junioren und U 21. Gold für Alisa Buchinger, Bronze für das Kata-Team mit Christoph Erlenwein, Michael Erlenwein und Manuel Gorjanac!

Bereits der erste Bewerb des Tages sorgte für Jubel und Erleichterung im Lager der Österreicher. Das Kata-Team von Karate-do Wels setzte sich, nach einer Niederlage gegen den späteren Finalisten Spanien, im Kampf um Bronze mit 5:0 gegen Deutschland durch. Christoph Erlenwein, Michael Erlenwein und Manuel Gorjanac, Schüler des oberösterreichischen Spitzensportmodells im BORG bzw. der HAS für Leistungssportler in Linz, konnten damit die Bronzemedaille des Vorjahres verteidigen.

Nach dieser gelungenen Eröffnung des dritten Wettkampftages, setzte die Salzburgerin Alisa Buchinger noch Eins drauf. Die 19-jährige Schülerin des Salzburger SSM zeigte bereits mit einem 5:0-Sieg in der ersten Begegnung gegen Lenka Petrikova (CZE) ihre Überlegenheit in der Kategorie U 21 plus 60 kg. In der Folge gewann sie gegen Lina Pusnik (SLO) mit 2:0, besiegte in der dritten Runde die Junioren-Weltmeisterin von 2009 Ivona Tubic (CRO) mit 4:0, ehe sie im Semifinale auf die Schwedin Hana Antunovic traf. Dies war der einzige Kampf für Alisa Buchinger, den sie nicht von Anfang an klar dominierte. Erst in der letzten Sekunde gelang ihr der siegbringende Treffer und damit der Einzug in das Finale, wo sie die Slowakin Dominika Tatarova klar beherrschte und mit 4:0 besiegte. „Selten war eine Goldmedaille so klar und eine Athletin so überlegen“, freut sich Sportdirektor Mag. Ewald Roth. „Alisa hat im gesamten Turnier keinen einzigen Gegenpunkt hinnehmen müssen.“

Pech hatte hingegen Bettina Plank in der Gewichtsklasse bis 53 kg. Nach einem Freilos in der ersten Runde gewann sie gegen die Griechin Alexandra Pappa mit 4:0. In der dritten Runde verlor sie mehr als unglücklich gegen die Türkin Asunur Yildirimer mit 1:4. Yildirimer verpaßte daraufhin ganz knapp den Einzug in das Finale, weil sie der Spanierin Marta Armentia mit 0:1 unterlag. Damit blieb Bettina Plank, die durch eine Zehenverletzung gehandicapt war, ohne Medaille.

Eine gute Leistung zeigte auch Ivan Veselcic in der Kategorie U 21 bis 78 kg, der sich mit einem 4:2 gegen den Serben Stefan Lugic und einem 1:0 gegen Thomas Efstathiou (Zypern) bis in die dritte Runde vorkämpfte, wo er sich dem starken Letten Janis Murmanis mit 1:4 geschlagen geben mußte.

„Ein mehr als versöhnlicher Ausklang eines Turnieres, das durch Verletzungen von Stefan Pokorny und Bettina Plank überschattet war und auch organisatorisch diverse Defizite hatte“, resümiert Sportdirektor Roth und verweist auf die Heim-WM 2016 in Linz, wo die heimischen Athletinnen und Athleten ihr Höchstleistungsalter erreicht haben werden.

 
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