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11. Mai 2012
Licht und Schatten bei EM in Teneriffa

Ohne Perspektive auf eine erhoffte Medaillen-Plazierung Österreichs endeten die Eliminationsrunden der EM in Teneriffa am 10. Mai. Zudem war der Tag überschattet von einer offenen Luxation der Großzehe, die sich Stefan Pokorny in der zweiten Runde der Gewichtsklasse bis 75 kg zuzog. Erfreulich hingegen der 7. Platz von Stephanie Kaup in der Gewichtsklasse bis 61 kg.

Zum Auftakt des Wettkampftages gewann Johanna Thajer im Kata-Einzelbewerb der Damen gegen die Rumänin Mariana Vasile mit 3:2, unterlag jedoch in Runde 2 Anne Sofie Sörensen (Dänemark) mit 2:3. Bei den Herren mußte sich Simon Klausberger dem Finnen Pasi Hirvonen mit 1:4 geschlagen geben.

Andreas Muther (bis 84 kg) gewann nach einem Freilos seinen ersten Kampf gegen Bleart Amagjekaj (Schweden) mit 8:0, scheiterte jedoch in Runde 3 am Spanier Oscar Martinez mit 0:3.

In der Gewichtsklasse bis 67 kg besiegte Thomas Kaserer zunächst den Weißrussen Atrsiom Krautsou mit 4:0. Auch den nächsten Kampf gegen Marijan Logarusic (Kroatien) dominierte Kaserer von Beginn an, mußte jedoch im Kampfverlauf eine etwas fragwürdige Zweipunktewertung des Kroaten hinnehmen. Kaserer verkürzte zwar unmittelbar darauf den Rückstand auf 1:2, schaffte jedoch in der verbleibenden Kampfzeit nicht mehr den Ausgleich. Logarusic gewann daraufhin auch seine nächste Runde, mußte sich aber im Semifinale ganz knapp dem Türken Omer Kemaloglu mit 0:1 geschlagen geben, womit für sich für Kaserer auch die Hoffnung auf die Trostrunde zerschlug.

Gleichzeitig mit Kaserer kämpfte Stefan Pokorny in der Gewichtsklasse bis 75 kg und gewann nach einem Freilos souverän seinen ersten Kampf gegen Amgad Mahmoud mit 6:1. In der darauffolgenden Runde jedoch zog er sich eine offene Luxation der Großzehe zu, eine Verletzung die bereits seinen Start bei der Junioren-EM in Baku im Februar dieses Jahres verhindert hatte und nun auch bei dieser EM das Aus bedeutete. Die klaffende Wunde wurde von Nationalteamarzt Dr. Tomislav Mesic fachkundig versorgt und noch an Ort und Stelle genäht. Pokorny wird sich jedoch in nächster Zeit einer Operation unterziehen und eine längere Trainings- und Wettkampfpause einhalten müssen, um eine dauerhafte Heilung dieser schweren Verletzung zu gewährleisten.

In der Gewichtsklasse bis 50 kg gelang es Bettina Plank nicht, ihre Bronzemedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen. Sie unterlag mit 2:3 ihrer italienischen Gegnerin Selene Guglielmi, die zwar die nächsten beiden Runden gewann, aber im Semifinale mit 0:6 an der Türkin Serap Ozcelik scheiterte, was auch für Plank das Ende dieser EM bedeutete.

Der Lichtblick des Tages aus österreichischer Sicht war die Gewichtsklasse bis 61 kg. Hier gewann Stephanie Kaup gegen Kristina Svilenova (Bulgarien) mit 2:1 und gegen die Griechin Elpida Christodoulou mit 8:0. Im Kampf gegen die spätere Finalistin Anita Serogina (Ukraine) mußte sie sich zwar mit 2:3 geschlagen geben, Kaup belegte jedoch über die Trostrunde Platz 7.

Erfreulicher für Österreich verlief der zweite Wettkampftag. Dem Kata-Team mit Thomas Kaserer, Simon Klausberger und Vincent Auinger gelang der Einzug in das kleine Finale, wo das Trio am Samstag um 16.40 Uhr gegen die Türkei um die Bronzemedaille kämpfen wird.

Mit dieser Aussicht auf ein mögliches Edelmetall falle das Resümee dieser EM zwar etwas positiver aus, zufrieden, so Bundestrainer Mag. Ewald Roth, könne man jedoch nicht sein. Allerdings spiegle das Wettkampfergebnis nicht ganz die realen Kräfteverhältnisse wider. „Die Leistungen unserer Sportler waren durch die Bank gut, wir haben diesmal wirklich auch viel Pech gehabt.“

 
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