Vor heimischem Publikum setzte Lora Ziller das sportliche Ausrufezeichen für Österreich: Beim Series A-Turnier in Salzburg, das mit über 1200 AthletInnen aus mehr als 80 Nationen zu den größten Karate-Events des Jahres zählt, erreichte die Karate-do Wels Sportlerin den hervorragenden fünften Platz in der Klasse +68 kg. Das beste Ergebnis für das Team Austria an diesem Wochenende.
Noch besser lief es für Ziller nur wenige Tage später bei den Budapest Open. In der Gewichtsklasse über 68 Kilogramm sicherte sie sich nach überzeugenden Leistungen die Bronzemedaille. Damit hat Oberösterreichs Aushängeschild einmal mehr bewiesen, dass sie auf internationaler Ebene ganz vorne mitmischen kann.
Ebenfalls in Budapest am Start war Vereinskollege Mykyta Hrihorashenko, der im U21-Bewerb den Sprung auf das Podest schaffte und Bronze holte. Für einen kleinen Schreckmoment sorgte ein unglücklicher Sturz im Kampf um eine weitere Platzierung, der ihn für den Einsatz in der allgemeinen Klasse stoppte. Auch die Nachwuchsarbeit in Oberösterreich machte sich bezahlt: Der U18-Kämpfer Werner Mayr erreichte in Budapest Rang fünf. Für Aufsehen sorgte außerdem Oleksandr Cheban, der im U16-Kumite-Bewerb +70 kg mit einer Serie souveräner Siege Gold holte.
Andrej Tvrdon konnte in Salzburg mit drei Siegen bis ins Achtelfinale vordringen und bewies dabei seine internationale Konkurrenzfähigkeit. In Budapest gewann er zwei Kämpfe, ehe in Runde drei Endstation war.
Nun richtet sich der Blick nach vorne: Gemeinsam mit Mykyta Hrihorashenko, Andrej Tvrdon und Lejla Topalovic wird Lora Ziller zum Trainingslager nach Korea reisen, um sich bestmöglich auf das Series A-Finale in Kuala Lumpur sowie das entscheidende WM-Qualifikationsturnier in Paris vorzubereiten. „Ich freue mich sehr, dass ich mit dem Series A-Turnier in Salzburg und den Budapest Open gut in die Saison starten konnte. Beide Turniere waren für uns wichtig, weil es dabei auch um die Vorauswahl für das WM-Qualifikationsturnier im Oktober in Paris ging. Jetzt steht für mich das Trainingslager in Korea im Fokus, wo ich mich mit neuen Sparring-Partnerinnen optimal vorbereiten möchte. Dort wollen wir die Grundlage schaffen, um in Kuala Lumpur und Paris eine starke Performance abzuliefern“, erklärt Lora Ziller.
Fotos: Martin Kremser, KarateInsights




