U21-EM: Hrihorashenko verpasst Medaille knapp

Bei den EKF Nachwuchs-Europameisterschaften in Limassol auf Zypern verpasste der oberösterreichische Kämpfer Mykyta Hrihorashenko nur knapp den Sprung aufs Podest. Der Athlet von Karate-do Wels erreichte in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm den fünften Platz.

Mykyta kämpfte sich mit drei souveränen Siegen ins Halbfinale vor, wo er auf den Niederländer Ricardo Franken traf. Gegen den späteren Finalisten musste sich der Oberösterreicher mit 1:4 geschlagen geben. Im Kampf um Bronze wartete der Series A-Zweite von Tiflis, der Russe Gadzhi Gadzhiev.

Der Kampf entwickelte sich zu einem dramatischen Duell. Nachdem Gadzhiev in Führung gegangen war, startete Mykyta eine starke Aufholjagd und drehte die Begegnung auf 3:2. Doch der Senshu-Vorteil seines Gegners (erster Punkt in der Begegnung) zwang den Welser zu offensivem Agieren. In dieser Phase kassierte er einen Konter und unterlag schließlich mit 3:4.

„Natürlich bin ich vom Ergebnis etwas enttäuscht, denn ich trete immer mit dem Ziel an, eine Medaille zu gewinnen – und diese war mir sehr wichtig“, zeigte sich Mykyta nach dem Turnier selbstkritisch. „Dieses Mal hat es leider nicht gereicht. Aber ich werde noch härter arbeiten und bin überzeugt: Was mir zusteht, das werde ich mir holen.“

Mit dem fünften Platz holte Mykyta das beste österreichische Einzelergebnis bei dieser EM. Das österreichische Kata-Team mit Timon Wu (Wien), Felix Wagner (Vorarlberg) und Florian Zöchling (Niederösterreich) sicherte sich U21-Bronze.

Der amtierende U18-Europameister Oleksandr Cheban (ebenfalls Karate-do Wels) konnte hingegen seinen Titel nicht verteidigen, weil er vom Österreichischen Verband gar nicht erst für die EM nominiert worden war.

Foto: KarateInsights/Martin Kremser